Vorsorge kann Leben retten
Im Frühstadium verursacht der Prostatakrebs keine Symptome.
(djd/pt). Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern, ungefähr 60.000 Deutsche werden jährlich mit dieser Diagnose konfrontiert. Und nach dem Lungenkrebs ist der Tumor in der Prostata die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern.
Keine Symptome im FrühstadiumObwohl die ärztliche Vorsorgeuntersuchung des Prostatakarzinoms für Männer ab 45 von den Kassen bezahlt wird, machen nur etwa 15 Prozent von dieser Chance Gebrauch. Dabei steht für die Krebsmedizin fest: Die Früherkennung spielt im Kampf gegen den Prostatakrebs die wichtigste Rolle. Dr. Helmut Gnann, Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Klinikum Esslingen: "Das Tückische an dieser Krankheit ist, dass sie im Frühstadium keine Symptome verursacht. Bei einem beschwerdefreien Patienten kann sie nur durch eine Vorsorgeuntersuchung aufgedeckt werden."
Prostatakrebs ist zwar keineswegs nur eine Krankheit alter Männer. Dennoch ist dann das entsprechende Risiko erhöht. Dr. Helmut Gnann: "Auch im Lebensalter von über 70 Jahren liegen die Heilungschancen von Prostatakrebs bei 70 bis 90 Prozent, wenn er im Anfangsstadium diagnostiziert wurde." Aber selbst bei fortgeschrittener Erkrankung gibt es, so Dr. Gnann, heute moderne Behandlungsmöglichkeiten, etwa eine Hormon- oder eine Strahlentherapie.
First-Class-Behandlung im Krankenhaus Müssen Patienten wegen einer Krebserkrankung eine Klinik aufsuchen, trennen sich üblicherweise ihre Wege. Gesetzlich Krankenversicherte werden standardmäßig im Mehrbettzimmer untergebracht und in der Regel von den jeweils diensthabenden Ärzten betreut. Ein Chefarzt wird nur im Ausnahmefall hinzugezogen. Eine First-Class-Versorgung können sich aber auch Kassenpatienten sichern, wenn sie eine private Krankenhauszusatzversicherung abschließen. Daniel Karl von den Ergo Direkt Versicherungen: "Eine solche Police ermöglicht die Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer und die Behandlung durch den Chefarzt. Weitere wichtige Vorteile sind die freie Krankenhauswahl - inklusive Privatkliniken - und die freie Arztwahl."
Gutartig oder bösartig?Ziel der Vorsorgeuntersuchung der männlichen Prostata ist es, schon kleinste Veränderungen des Organs möglichst früh zu entdecken, um im Krankheitsfall optimale Heilungschancen wahrnehmen zu können. Die gutartige Vergrößerung der Prostata steht dabei als häufigste Erkrankung neben dem Prostatakrebs, also der bösartigen Zellwucherung als Ursache der Vergrößerung. Die gängigen Untersuchungsmethoden zur Feststellung einer Vergrößerung der Prostata sind die so genannte rektale Palpation, die transrektale Ultraschalluntersuchung und das biochemische Testverfahren PSA.